Die Zentralmoschee Köln ist weit mehr als ein religiöses Bauwerk. Sie steht für die Sichtbarkeit muslimischen Lebens in Köln, für architektonische Offenheit und für den Anspruch, Glauben, Begegnung, Bildung und gesellschaftlichen Austausch an einem Ort zusammenzuführen. Zugleich erzählt sie die Geschichte eines langen Weges: von einem provisorischen Hinterhofgebäude hin zu einem selbstbewussten, offenen und städtebaulich prägenden Gemeindezentrum.
Bereits seit der Gründung der DITIB im Jahr 1984 befand sich am heutigen Standort in Köln-Ehrenfeld ein religiöses und gemeinschaftliches Zentrum für viele Muslime. Die damalige Moschee war in einem alten Industriegebäude untergebracht und blieb über viele Jahre hinweg eine provisorische Lösung. Von außen war sie kaum als Gebetsstätte erkennbar, ihre baulichen Voraussetzungen waren begrenzt, und den religiösen, sozialen sowie kulturellen Anforderungen einer wachsenden Gemeinde konnte sie auf Dauer nicht mehr gerecht werden.
So entstand der Wunsch nach einem Neubau, der dem Gemeindeleben einen würdigen Rahmen gibt und zugleich als offener Ort in die Stadt hineinwirkt. An die Stelle des Provisoriums trat die Idee eines modernen Gemeindezentrums, das religiöse Funktionen mit gesellschaftlicher Offenheit, architektonischer Qualität und urbaner Präsenz verbindet.
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